Transparenz & Nachhaltigkeit by default: Wir reden über unser Geld

Transparenz & Nachhaltigkeit by default: Wir reden über unser Geld

geschrieben von hofrat

[English version below]

Wir begehen einen Tabubruch: Wir reden über Geld. Und zwar über das Geld, das wir verdienen bzw. uns und unseren Mitarbeitern als Lohn auszahlen. In der Schweiz ist das bisher absolut unüblich, aber kein Grund zur Geheimnistuerei. Das gehört zur Hofrat-Suess-DNA von Nachhaltigkeit und Transparenz.

Bei unserer Gründung haben wir einige Grundsätze beschlossen, die wir auch nach einem guten Jahr unseres Bestehens immer noch, nein, mit noch grösserer Überzeugung vertreten und leben: Gute Leistungen sollen honoriert werden: Wir wollen erfolgreich arbeiten und marktgerechte Löhne zahlen.

Das tun wir: Seit April 2013 haben wir uns jeweils erst 2000.00 und dann 3000.00 CHF an Lohn ausbezahlt, zudem haben wir die Löhne unserer beiden Praktikantinnen (2000.00 CHF) bereits bei der Stellenausschreibung publiziert und dementsprechend auch ausbezahlt.

 

 

 

Zusätzlich übernehmen wir etwa die Anreisekosten zu uns auf Basis des ZVV-Jahresabos und statten unsere Arbeitsplätze nach den Bedürfnissen von uns und unseren Mitarbeitern und den fachlichen Erfordernissen aus: Jede Stunde, die aufgrund von Diskussion um bessere bzw. geeignetere Arbeitsgeräte, Ausstattung, Tools etc verstreicht und die Leistung mindert, bringt gar keine Leistung und war somit die teuerste Verschwendung im gesamten Prozess.

Wir sind bereit zu guter Leistung und haben daher auch wieder unsere Stundensätze für 2014 publiziert.

Unsere Gehälter 2014

Beim Start-up Buffer (mehr dazu siehe unten) hat man eine spannende Formel entwickelt, um differenzierte Löhne auszahlen zu können. Wir vereinfachen radikal und haben drei Stufen:

  1. Gründer, CEOs, Partner von Hofrat Suess bekommen ein Grundgehalt von monatlich 6000.00 CHF bzw. jährlich 72’000.00 CHF.
  2. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhalten bei 100% Beschäftigungsgrad monatlich 5000.00 CHF bzw. 60’000.00 CHF jährlich.
  3. Praktikantinnen und Praktikanten bleiben weiterhin bei einer Entschädigung von 2000.00 CHF pro Monat, beschränkt auf maximal 12 Monate, um keinesfalls in die Ausnutzer-Situation eines “Practitioners-for-Professionals” zu kommen.

Die bekannten Fringe Benefits (Abonnement ÖV, 5 Wochen Ferien, Arbeitsgeräte nach Wunsch, Jobtelefon etc) stehen allen Teammitgliederung zur Verfügung.

Gewinn?

Im Jahr 2013 hatten wir voraussichtlich keinen Gewinn, aber wenn wir 2014 ein ähnlich erfolgreiches Jahr erleben dürfen, wird Hofrat Suess als Firma auch Gewinn abwerfen. Wir werden damit wie folgt verfahren: 50% werden in die Firma reinvestiert und versteuert, 50% kommen als Bonus-Ausschüttung an die Gründer und Mitarbeiter. Der Schlüssel dafür lautet: Pro Mitarbeiter und Gründer/CEO/Partner ein Teil und je ein zusätzlicher Teil für die Gründer/CEOs/Partner.

Ein kleines Beispiel: Die Hofrat Suess GmbH macht im Jahr 2014 70’000.00 CHF Gewinn. Davon werden 35’000.00 in die Firma reinvestiert und versteuert, etwa zur Sicherung der Liquidität, in die Ausstattung bzw. Erneuerung unseres Sitzungszimmers, in Ausflüge, Teambuilding, Coaching, Fortbildung und Geräte etc. Die andere Hälfte der 35’000.00 CHF wird als Bonus mit dem Schlüssel jeder 1 + Gründer/CEOs/Partner +1 ausbezahlt. Aktuell haben wir vier Mitarbeiter (Alexi, Michael, René, Thomas) und zwei Gründer bzw. CEOs, ergibt 6 Teile, je ein weiterer Teil für Marc und Clemens = 8 Teile: Jeder Mitarbeiter erhält einen Jahresbonus von 4’375.00 CHF, Clemens und Marc 8’750.00 CHF.

Buffer: Endlich internationale Schützenhilfe in Sachen Transparenz

Ende Dezember 2013 hat das Start-up Buffer mit seiner Buffer App, die diverse Social-Media-Plattformen managt und deren Hauptleistung im zeitversetzten Publizieren von Mitteilungen und Updates auf Twitter, Facebook und LinkedIn besteht, international für Aufsehen gesorgt, als es “Open Salaries” einführte. In einem differenzierten System wird in diversen Stufen abhängig von der Art des Jobs, der Entscheidungsverantwortung, der Erfahrung, dem Arbeitsort sowie der Entscheidung, anstelle von mehr Gehalt auch Teilhaber zu sein, das Gehalt berechnet. Die Formel dazu lautet: Salary = job type X seniority X experience + location (+ $10K if salary choice). Wir sehen unseren Weg voll bestätigt, wenn sich ein international erfolgreiches Start-up nicht nur Werte gibt, sondern sie im täglichen Leben umsetzt und sich auch bei Geschäftsentscheidungen darauf berufen kann:

The Buffer Culture: What gives Buffer the best chance for progress of the product, happiness of users and the team, and personal growth while part of the journey?"

Natürlich ist diese radikale Transparenz vor allem Venture-Kapital-Gebern und Business Angels ein Dorn im Auge, wird doch damit die eine deutliche Schneise in die Hinterzimmer-Abkommen und heimlichen Verabredungen und Verflechtungen bei erfolgreichen Startups geschlagen. Laut Crunchbase hat Buffer die erste und einzige Venture-Finanzierung im Dezember 2011 erhalten und legt im Juli 2013 Nutzer- und Umsatzzahlen vor. Für uns eine Bestätigung, dass der transparente Weg der nachhaltige und damit erfolgreiche ist.

Go, Buffer, go! Go, Hofrat Suess, go!

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Transparency & sustainability by default: we're talking about our finances

We're breaking a taboo: We're talking about money. Namely about the money we're earning and the salaries we're paying us and our employees. This is rather unusual for Switzerland, but no reason for secretiveness. It's just part of the Hofrat Suess DNA of sustainability and transparency.

During our foundation, we decided on a few principles (links in german, pls use Google translate e.g.) which we are equally, no, more emphatic about today, after more than a year of existence. Good work needs to be rewarded: we want to work successfully and pay market wages.

This is what we do: since April 2013, we've paid ourselves each first 2000.00 and then 3000.00 CHF in wages. On top of that we've published both our interns' salaries (2000.00 CHF) in the job ad and paid them accordingly.

Additionally, we're bearing the travel expenses on the basis of the annual ZVV subscription and are equipping work stations according to our and our employees' needs. Every hour spent and wasted discussing more appropriate tools and equipment is a loss in achievement and in turn the most expensive hour of the entire process.

We are ready to perform well and have therefore again published our hourly rates.

Our salaries in 2014

Startup company Buffer (see below) has developed an interesting formula for paying differenciated salaries. We're radically simplifying this and now have three increments:

  1. Founders, CEOs, partners of Hofrat Suess earn a base salary of 6000.00 CHF per month, or 72,000.00 CHF per year.
  2. All employees earn 5000.00 CHF per month when employed full time, or 60,000.00 CHF per year.
  3. Interns still receive 2000.00 CHF per month - limited to 12 months maximum, so as to avoid a "practitioners-for-professionals" exploitation.

Common fringe benefits (such as public transport, 5 weeks paid vacation, equipment as needed, work phone, etc.) are provided to all team members.

Profit?

We didn't make any profit in 2013. But if 2014 proves equally successful, then Hofrat Suess as a company will make some profit. We would handle it as follows: 50% will be reinvested in the company and taxed accordingly, the other 50% will be divided among the founders and employees as bonuses. One part each per employee and founder/CEO/partner, and one additional part each per founder/CEO/partner.

Just a little hypothetical: Hofrat Suess LLC will make 70,000.00 CHF profit in 2014. 35,000.00 of which will be reinvested in the company and taxed, for example to secure solvency, equip and renew our meeting room, pay for trips, teambuilding, coaching, vocational training, and so forth. The other half of the 35,000.00 CHF will be bonus payouts of one part each + one additional part for founders/CEOs/partners. Currently we have four employees (Alexi, Michael, René, Thomas) and two founders/CEOs, which makes 6 parts, plus one additional part each for Marc and Clemens = 8 parts total. Every employee gets an annual bonus of 4,375.00 CHF, and Clemens and Marc receive 8,750.00 CHF.

Buffer: finally international support regarding transparency

In late December of 2013, startup company Buffer caused a bit of an uproar when they introduced "Open Salaries." They use a sophisticated system to calculate salaries - based on job function, responsibility, experience, work location along with the decision to be a co-partner. The formula is Salary = job type X seniority X experience + location (+ $10K if salary choice). It is an affirmation of our approach when an internationally successful startup implements its virtues in their daily routine and relies on them in their business decisions,

"The Buffer Culture: What gives Buffer the best chance for progress of the product, happiness of users and the team, and personal growth while part of the journey?"

Of course this radical transparency is mostly a thorn in the side of venture capitalists and business angels, because it paves way to insights into all those backroom deals and corporate integrations of successful startups. According to Crunchbase, Buffer received its first venture financing in December 2011 and published user and revenue numbers in July 2013. This is affirmation for us that the transparent way is the sustainable one and therefore the successful one.

Go, Buffer, go! Go, Hofrat Suess, go!

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