Nachhaltige Entwicklungs-Zusammenarbeit: Nicaragua

Nachhaltige Entwicklungs-Zusammenarbeit: Nicaragua

geschrieben von hofrat

Oder: Wenn ein Kinder- und Jugendparlament Entwicklungshilfe heisst... World Vision Schweiz hat in Ticuantepe, einem Vorort südlich von Managua, der Hauptstadt von Nicaragua, ein Projekt (http://www.worldvision.ch/de/projekte/patenschaftsprojekte/nicaragua/tic...) laufen, das Hofrat vor rund einem Jahr zum ersten Mal im Rahmen der MyJourney-Kampagne besuchte. Das Projekt läuft schon bald 15 Jahre, die Fortschritte sind gewaltig. Nachhaltig heisst, die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig zu verbessern mit dem Ziel der Hilfe zur Selbsthilfe. Die Themen sind:
* Bildung
* Gesundheit und Hygiene
* Landwirtschaft und Ernährung
* Einkommensförderung
* soziale Entwicklung und Werte

Bildung konkret und beim Wort genommen: Eine Gruppe von fünf Jugendlichen, Edwin, 23, Ever 21, Wilder 16, Carolina 13, Yahosca 13, haben eine lokale Sektion eines nationalen Kindernetzwerks, des NNJA, “Red A NUESTRA MEDIDA”, gegründet. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene beteiligen sich an den gesellschaftlichen Entwicklungen, der Vergleich zu Kinder- und Jugendparlamenten liegt nahe: Es geht um Mitsprache, ums Gehört werden. Sie haben einen Stufenplan entwickelt, von der Bedarfsanalyse und dem Informieren und Einladen der anderen Jugendlichen bis hin zu konkreten Umsätzungsplänen. Alle Altersstufen sind daran beteiligt, 12-jährige und 22-jährige. Sie haben die Unterstützung ihrer Eltern, etwa in Form eines Elternbeirates.

Was macht nun World Vision dabei? Bildung ist eines der Entwicklungsziele, Bildung heisst in diesem Fall die aktive Unterstützung der Gruppe durch das Bereitstellen von Räumen, Materialien und eben Trainings, die die Gruppe als Bedürfnis für ihr Dorf analysiert hat: Es gibt Kurse in rechtlichen Fragen, Kinderschutz, Frauenrechte bzw. gleiche Rechte für alle, Leadership, Starthilfe für eine Berufslehre, soziales Engagement usw.

Mein konkreter Schritt als Social Media Guru war es, bei unserem ersten Treffen eine kleine Schulung zu machen: Was interessiert vor Ort, was interessiert meine Gruppe, und was kann auch an die Community in der Schweiz weitergegeben werden. Dann: Wie mache ich kleine Filmchen und wie loade ich diese auf Facebook up? A propos Facebook: Keine Frage, dass die älteren Jugendlichen auch dort vertreten sind und diese Gruppe ein Profil, aber eben ein Personenprofil, hat. Also haben wir heute gemeinsam eine Fanpage eingerichtet.

Als weitere Unterstützung haben wir den beiden älteren Verantwortlichen auch noch einen iPod touch mitgebracht: Wlan und eine HD-Cam und dazu im Grunde unkaputtbar. Upload simple and quick. Entwicklungszusammenarbeit hat also seit heute ein ganz konkretes Gesicht für mich – und 2 Freunde mehr auf Facebook…