My Journey: Transparenz vs Kontrollverlust

My Journey: Transparenz vs Kontrollverlust

geschrieben von suess

“Dass auf der Explorer Reise nichts gestellt oder beschönigend dargestellt wird, beweist unser Tag 2. Falsche Annahmen und Missverständnisse um 7 Ecken rum und um 7 Uhr Abends kam endlich das erlösende wenn auch nicht das Problem lösende AHA-Erlebnis. Die Storyline für den bereits halbfertigen Spot für heute im Eimer...” Das schreibt Karin, eine der 17 World Vision ExplorerInnen, am 11. Dezember 2012 auf dem offiziellen My Journey Blog. http://myjourney.worldvision.ch/karin-myjourney-tbilisi-kutaisi-georgia-dec-9-2011/

Die Kampagne für World Vision wollte mit uneingeschränkter Transparenz aufzeigen, für was die Spendengelder effektiv eingesetzt werden und so mehr Vertrauen in die Arbeit vor Ort erwirken. Dass nichts gestellt war, zeigt das Zitat von Karin in einer eindrücklichen Klarheit. Solche Berichte waren unser Ziel, wie auch die vielen positiven Statements. Wir hatten nichts zu verbergen und wollten, dass sich die Teilnehmer von My Journey ein eigenes Bild machen und dies über Blogbeiträge, Facebook-Posts, Tweets und selber formulierten Aussagen in TV-Spots weitergeben können. Alles freiwillig, versteht sich. http://vimeo.com/31481770

So riskierten wir einen gewissen Kontrollverlust, da die einzelnen Beiträge nicht redigiert wurden. Dafür bürgten sie für eine hohe Glaubwürdigkeit und sorgten für eine höhere Resonanz in den sozialen Netzwerken. Die Mitarbeiter wurden vor der Kampagne auf die Thematik sensibilisiert und ein Redaktionsplan mit Verantwortlichen sowie möglichen Szenarien ausgearbeitet. So konnte rasch und mit hoher Kompetenz reagiert und einer möglichen Eskalation rasch entgegen gewirkt werden. Es war eine erhebliche Veränderung der Art und Weise der Kommunikation, ein Novum für die Branche. Der Mut für Transparenz zahlte sich aus. Kontrollverlust hin oder her.

Bildquellenangabe: .faramarz