Mobile First

Mobile First

geschrieben von hofrat

“Mobile First” bedeutet, dass ein Unternehmen das gesamte Bedürfnis an Information und Kommunikation vollständig mobil anbietet und nicht mit einer abgespeckten und vereinfachten Seite seiner Hauptwebseite geizt. Das Konzentrieren aufs Wesentliche bietet dabei die einzigartige Chance, sein Profil neu zu stärken und sich auf seine Kernkompetenzen zu fokussieren.

Das Smartphone ist alltäglich geworden: Zuhause, beim Pendeln in der S-Bahn, am Arbeitsplatz, in Meetings, auf Geschäftsreisen - Informationen sind überall vorhanden, die Kommunikation kann durchgehend aufrecht bleiben und Apps erleichtern so manchen Schritt. In einzelnen Branchen kommen bereits heute mehr Besucher via mobile Geräte auf Webseiten und Portale, in Ländern wie Indien ist dieser Tipping Point durchgängig erreicht: Das Land mit der zweithöchsten Bevölkerung der Erde surft, kommuniziert und informiert sich mobil.

Damit einher gehen aber auch die Anforderungen an die Darstellung und Präsentation von Information und Kommunikation - vor allem in einem Land wie der Schweiz mit der höchsten Dichte an Smartphones und Tablets: Immer seltener werden Webseiten auf einem klassischen Desktop-Rechner mit grossem Bildschirm besucht, der Zugriff über ein mobiles Gerät ist ausschlaggebend. Das heisst aber im Umkehrschluss, dass Informationen passend aufbereitet sein müssen, im besseren Fall neu gedacht werden müssen.

“Mobile First” ist ein Paradigmenwechsel: Weg von der Lesesituation am Schreibtisch, hin zu einer dynamischen und in den Alltag integrierten Konsumation. Schnell, fokussiert, eindeutig gewinnt gegenüber umfangreich, tiefgehend und vielschichtig. Dennoch schliesst sich dies nicht aus: Nach wie vor lassen sich komplexe Themen auch mobil passend umsetzen.

Technisch stehen drei Umsetzungsmöglichkeiten zur Wahl, die je nach Bedürfnis, Umfang und Ziel einer Webseite oder eines Portals
1. Responsive Webdesign
Hier passt sich das Design bzw. der Inhalt dem jeweiligen Gerät automatisch an. Zeitgemäss, kostengünstig und schnell können so einfache Seite dargestellt und umgesetzt werden. Als Anbieter braucht man seinen Content nur einmal bereitstellen. Allerdings gibt es für umfangreiche inhaltliche Webseiten, auf Werbung basierende Angebote und Shopping- bzw. E-Commerce-Portale noch wenige Referenzbeispiele.
2. Eigene Mobile-Website
Eine eigene mobile Webseite ist eine elegante Zwischenlösung, oft von News-Portalen und grossen Organisationen gebraucht wird. Hierfür wird Content eigens bereitgestellt und aufbereitet, Smartphones erkennen diese Darstellung automatisch und zeigen die Informationen schnell an.
3. Apps
Apps bieten neben den Möglichkeiten zum Verkauf und Marketing die Chance, offline Informationen bereitzustellen und lassen sich personalisieren. Sie sind in der Erstellung, Design und Umsetzung kostspielig und den Regeln der Anbieter von App-Stores (Apple, Google, Windows, Nokia etc) unterworfen - Fluch und Segen: Die einfache Vertriebsmöglichkeit ist gekoppelt an Regeln zu Content und Design.