#IGot4sqProblemsButABitchAintOne - Der Uetliberg als Foursquare Business Case im Social Media Marketing

#IGot4sqProblemsButABitchAintOne - Der Uetliberg als Foursquare Business Case im Social Media Marketing

geschrieben von René

Von den gängigen Social Media-Plattformen ist mir Foursquare die liebste; sogar noch vor Twitter. Deshalb war meine erste Amtshandlung als neuer #hashtagbandit bei Hofrat Suess (nach dem Zügeln von Winterthur nach Zürich) eine sehr willkommene: “Claim mal die Venues auf dem Uetliberg, die noch nicht uns gehören. Und wenn du schon dabei bist, kannst du auch grad noch ein bisschen aufräumen.” Tags zuvor hatte ich mich bereits zum Superuser Level 1 hochgearbeitet und jetzt auch noch Foursquare for Business machen… Um es mit Quagmire aus Family Guy zu sagen: “Giggity!”

So denn, frisch ans Werk.

Claim your venue: Die eigenen Orte in Besitz nehmen

Nachdem man Venues für sich beansprucht hat, kann man zum Beispiel die Kontaktdaten auf aktuellem Stand halten, Specials für Neu- und Stammkunden aufschalten, mehrere Venues in einer sogenannten Chain zusammenfassen (z.B. verschiedene Filialen eines Cupcake-Ladens), Deep Links zu der eigenen Facebookseite und dem Twitterprofil herstellen und dergleichen mehr. Die grossen Venues wie das Hotel UTO KULM, das Restaurant oder der Aussichtsturm waren bereits in unserem Besitz. Es galt nun, auch noch die 12 Seminarräume unter unsere Kontrolle zu bringen. Also mit dem Konto einloggen, dass bereits die anderen Lokalitäten geclaimt hatte und auf der Foursquare-Seite des ersten Seminarraums rechts auf den mysteriösen Link klicken: Claim it now.

Nach dem üblichen Nutzungsbedingungen-bestätigen-ohne-sie-gelesen-zu-haben muss man seine Telefonnummer eingeben und bekommt einen Robocall von Foursquare. Gratis, natürlich.

Darin wird man gebeten, seinen Namen, den Namen der Venue und seinen Bezug zu dieser zu erläutern. Dann noch eine Verifikationsnummer eingeben, die auf der Webseite erscheint; und… das war’s. Fast. Um den Prozess zu beschleunigen, könnte man 20 Dollar bezahlen und würde wahrscheinlich innert Tagesfrist verifiziert. Da es aber ein Dutzend Venues zu claimen galt und das unnötig teuer wäre, schickt uns Foursquare stattdessen Postkarten mit einer zweiten Verifikationsnummer. Dauer: 6 bis 8 Wochen. Ein herrlich analoger Zug eines Social-Media-Unternehmens.

Also, Venue Nummer 1 ist erledigt. 11 weitere warten noch. “Rinse and repeat” würde der Anglophone sagen. Beim dritten/vierten nahezu identischen Robotelefonat erntete ich bereits spottende Blicke meiner Bürogenossen Hofrat und Suess; beim siebten oder achten war es dann nur noch Hintergrundrauschen.

Die Postkarten sollten hoffentlich spätestens Mitte Februar eintreffen. Ob der ganze Prozess wirklich funktioniert hat, wird sich erst dann zeigen.

Merging venues: Ähnliche oder doppelte Orte zusammenlegen

Das schöne an Foursquare ist das Prinzip des Crowdsourcing. Ähnlich wie bei Wikipedia kann jeder Nutzer zur Verbesserung und Erweiterung der Datenbank beitragen. Meist geschieht das in Form von Erstellen neuer Venues. Allerdings entstehen dabei oft Duplikate, d.h. mehrere, fast identische Einträge in der Datenbank für die selbe Lokalität. So geschehen auch bei einigen Uetliberg-Örtlichkeiten. Zum Beispiel gab es je zwei Einträge für das Restaurant und Hotel UTO KULM und sogar drei für den Uetliberg selbst. Das ist sowohl für die Nutzer als auch für die Venue-Betreiber ein Nachteil, weil sich die Check-ins verteilen und Community-Manager Mehraufwand haben.

Merging (Zusammenführen) war also angesagt. Als normaler Foursquarenutzer kann man bei jeder Venue Verbesserungsvorschläge anbringen, die dann die Nutzerhierarchie hinauf gehen und von einem oder mehreren Superusern bestätigt werden müssen. Nichts leichter als das. Mittlerweile hatte ich Zugriff auf zwei Nutzerkonten, das geschäftliche und mein privates Superuser-Konto (*hüstel*). Also habe ich kurzerhand vom Business Account die ganzen Merges vorgeschlagen und dann vom eigenen Account bestätigt.

Und schon herrscht wieder Ordnung auf dem virtuellen Uetliberg.

Create an ad (oder: Give us your money): Werbung auf Foursquare

Facebook Ads kennt mittlerweile jeder. Twitter Ads sollten den meisten auch schon in die Timeline gespült worden sein. Aber Foursquare Ads sind in unseren Gefilden doch eher #Neuland. Auch für uns. Deshalb: ausprobieren.

Eine Anzeige auf Foursquare zu schalten ist nahezu so einfach, wie einen Tweet zu verfassen: ein Foto hochladen, einen kurz Text schreiben (maximal 160 Zeichen), das Budget festlegen und ab dafür. In unserem Fall sieht das Endergebnis dann so aus (mobile Version)...

Die Anzeige wird sofort live geschaltet und wegen des Foursquare zugrundeliegenden Geolocation-Features nur den Usern angezeigt, die sich im Umkreis der beworbenen Venue befinden. In der Desktopversion der entsprechenden Foursquareseite ist die Anzeige allerdings immer präsent, egal von wo aus man darauf zugreift. "Ad Impressions", also Darstellungen der Anzeige, sind gratis. Man bezahlt erst, wenn der Nutzer auf die Anzeige klickt bzw. innerhalb von 3 Tagen nach der “Impression” in der entsprechenden Venue eincheckt.

Nach 13 Tagen Werbung können wir 1082 Impressions und 46 Actions verzeichnen, was mit USD 41.06 zu Buche geschlagen hat.

Foursquare Events: Zusätzliche Features für mehr Community-Interaktion

Als weiteres Feature lässt sich für die eigenen Venues ein Eventkalender erstellen. Wenn ein solches Event erstellt ist und ein User im Zeitfenster dieses Events in die Venue eincheckt, kann er auswählen, ob er ausschliesslich in die Venue oder in die Venue PLUS Event einchecken möchte. Falls dieser Event-Checkin via Twitter oder Facebook geteilt wird, wird die Veranstaltungsinformation gleich mit gepostet und der Post erhält somit einen Mehrwert. Leider lassen sich Foursquare Events derzeit noch nicht als Promotion-Werkzeug für Veranstaltungen nutzen, wie das vor allem bei Facebook Events der Fall ist. Dazu schrieb mir Foursquare in einem Mail:

[E]vents are meant to only be shown when checking in to that location. Users on the web can see upcoming events, but the main function of events right now is to let users check in to those specific events at specific locations.

Persönlich hoffe ich, dass dieses Feature noch ausgebaut wird, denn es steckt ein recht grosses Potential darin, vor allem für die mobile App: Man stelle sich einen Samstagabend vor, an dem Foursquare einem nicht nur ein gutes Restaurant, sondern auch noch ein passendes Konzert in der Nähe vorschlägt. Ganz ohne Zutun des Users. Schöne neue Welt!

Mobile App: Foursquare for Business (iOS + Android) - was Community-Manager brauchen

Für den mobilen Geschäftsinhaber von heute hat Foursquare eine App speziell für das Venue Management entwickelt. So hat man auch von unterwegs ganz bequemen Zugriff auf die Features von Foursquare for Business. Sie ist zwar nicht so umfangreich wie die Desktopversion, aber trotz allem lassen sich unter anderem die Specials verwalten, man hat Einblick auf die letzten Checkins und die Stammkunden und kann auch Updatenachrichten veröffentlichen.

Also bestens geeignet für das tägliche Management der eigenen Foursquarepräsenz. Denn wie oft muss man schon die Adresse oder Öffnungszeiten ändern?

Conclusio: Don't wait!

Als Betreiber eines (Laden-) Geschäftes, sei es klein oder gross, eine einzelne Unternehmung oder eine Kette, sollte man ernsthaft in Erwägung ziehen, seine Venue(s) zu claimen und aktiv zu bewirtschaften. Foursquare wird bei uns in nächster Zeit einen Useranstieg erfahren und somit als Promotionstool zur Kundengewinnung und -bindung immer interessanter und wichtiger werden. Foursquare erfüllt die wichtige Brücke zwischen Social, Mobile, Geo-Location und Business.

Uetliberg on Foursquare: Kommt vorbei!

Für euren nächsten Besuch auf dem Uetliberg sind hier unsere Venues zum Bookmarken und Einchecken:

Und zu guter Letzt noch die neuesten Checkin-Statistiken aller Venues zusammengefasst.

P.S.: In den meisten Venues gibt es sowohl ein Newbie-Special als auch ein Mayor-Special: Für den ersten Checkin könnt ihr euch einen Uetliberg-Schlüsselanhänger abholen und der Mayor bekommt bei jedem Checkin einen Drink offeriert.